» AKV-Sessionsorden 2013: eine Kurzbiografie in künstlerischem Design

Krokodil, Sonnenblume, Narrenkäfig und der Aachener Dom finden sich im Orden wieder.

Krokodil, Narrenkäfig und Sonnenblume zieren 2013 den Sessionsorden des AKV und besitzen zugleich Symbolkraft für den bisherigen Lebensweg des 63. Ordensritters wider den tierischen Ernst, Cem Özdemir.
Im ersten Schuljahr erfuhr er seine erste Enttäuschung, als die Lehrerin die Schüler in Gruppen mit Tiernamen einteilte und er in die Gruppe der Krokodile kam. Keinem dieser i-Dötz-e
gelang der Aufstieg zur Gruppe der Löwen. „Einmal Krokodil – immer Krokodil, merkte ich“, so das Fazit des neuen Ordensritters. Doch er kapitulierte nicht und gilt heute als ein geschliffener Redner. Diese Rhetorik werden wir auch im Aachener Narrenkäfig bei ihm erfahren. Den aber betritt er als ein „vegetarisches“ Krokodil, denn als der junge Cem während des Studiums in der Nähe eines Schlachthofs wohnte, wurde er Vegetarier. Das Massentöten der Tiere dort hatte dem 17-Jährigen den Appetit auf Fleisch für immer genommen. Cem Özdemir ist heute Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Seine Partei erwählte die Sonnenblume wegen ihrer Schönheit und Nützlichkeit sowie der Fähigkeit, sich immer der Lebenskraft der Sonne zuzuwenden, zu ihrem Logo.
 
Und so schlüpft da auf dem Herrenorden ein durchaus freundlich schmunzelndes, goldfarbenes Krokodil mit Narrenkappe aus dem Narrenkäfig heraus, der von einem Sonnenblumenbogen geziert wird. Das durchaus friedliche Tierchen trägt an einer seiner Krallen das dreifarbige AKV-Emblem. Käfig und Aachener Stadtwappen aber sind in schlichtem Grau gehalten. Gekrönt wird der Herrenorden von einem Rundbogen aus schwarzen und weißen Flächen. Sie symbolisieren die hellen und dunklen Marmorplatten der Rundbögen, die die acht Pfeiler des Oktogons im Aachener Dom mit einander verbinden und dem Inneren des Baus einen orientalischen Eindruck vermitteln. Karl der Große entschied sich um 790 für diesen maurischen Baustil, den die islamisierten Berber 711 nach der Besetzung der iberischen Halbinsel in Spanien und Portugal als Elemente der arabischen und byzantinischen Kunst eingeführt hatten. Etwa 300 Jahre lang bestimmte unter der maurischen Herrschaft religiöse Toleranz das Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen.
 
Auch die Damen werden ohne jede Ängstlichkeit das lustige, kleine mit 23 grünen Steinen gezierte Krokodil als Blickfang in ihrem Dekolleté tragen. Es ist umgeben von einer vollen Sonnenblumenblüte, die vom dreifarbigen AKV-Emblem und 45 Strasssteinen geziert wird.
 
 
Jutta Katsaitis-Schmitz
 
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