» Uneitel und geradlinig, heiter und humorvoll: Madame Annegret hat ihren eigenen Stil – in der Politik und in der Bütt

Für Sie liegt Paris näher als Berlin. Sie ist Europäerin durch und durch. Das Saarland – ihr Saarland – will sie bis zum Jahr 2043 zum ersten zweisprachigen Bundesland entwickeln. Annegret Kramp-Karrenbauer (kurz AKK), die Ministerpräsidentin des kleinsten deutschen Flächenlandes an der Grenze zu Frankreich, hat nie auf eine Politikerkarriere hingearbeitet und war doch schon immer die Frau für alle Fälle. Das Ass im Ärmel ihres Vorgängers, des früheren saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller, dem Sie seit dem Jahr 2000 als Innen-, Bildungs- und Sozialministerin zur Seite stand. „Es gibt keine Aufgabe, die man Annegret nicht anvertrauen kann“, wusste Müller schon immer.

Sie selber bezeichnet sich als "klassische Quotenfrau" und spricht sich energisch für die Quote aus. Sie ist unideologisch, pragmatisch, ein bisschen links, ein bisschen liberal. Von sich selbst sagt die Christdemokratin: „Ich bin schwer in Schubladen einzuordnen.“ Die Zeitschrift Cicero betitelte sie im Juli 2013 als "Merkels Lafontaine".  Was letzteren wenig amüsiert haben dürfte, sitzt Madame Annegret doch jetzt auf seinem ehemaligen Ministerpräsidentenstuhl.
Dabei lagen stürmische Zeiten in den ersten Jahren als Ministerpräsidentin hinter ihr. Die Jamaika-Koalition kündigte sie selbst auf, was einige aus ihrer Partei als Harakiri-Aktion bezeichneten, die ihrer Politikerkarriere, um die es ihr nie ging, beenden könnte. Doch die Menschen im Saarland vertrauten ihr, und Madame Annegret ging als Siegerin aus den Neuwahlen hervor.  
 
Eine Frau mit eigener Handschrift
 
Medien bezeichnen sie mal als „zierlich und eher unauffällig (Schwäbische Zeitung), mal als „burschikos“ (Frankfurter Allgemeine). „Glamourös geht anders, das weiß sie“, sagte der Deutschlandfunk. Doch immer schwingt der Respekt für ihre Arbeit und – vor allem – ihren sympathischen Politikstil mit. Unaufdringlich und angenehm, fleißig und ehrlich, geradlinig aber dezent, so wird sie beschrieben. Eine Frau mit eigener Handschrift, die Politik für die Menschen macht, nicht als Selbstzweck.
Und eine Frau, die auch in der eigenen Partei zu argumentieren versteht. Mindestlöhne waren für sie schon vor der Großen Koalition im Bund kein Teufelswerk. Das Betreuungsgeld sieht sie skeptisch, eine steuerliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren hält sie für geboten. „Annegret Kramp-Karrenbauer ist eine zierliche Frau, die auf den ersten Blick eher unauffällig ist. Doch langsam, aber sicher wird sie zum sozialpolitischen Gewissen der CDU – als frischeste Stimme unter den Ministerpräsidenten“, schrieb die Schwäbische Zeitung im März 2013. Und als sie mit dem Argument, starke Schultern müssten mehr tragen als schwache, einen höheren Spitzensteuersatz forderte, nannte Rainer Brüderle sie gar eine „schwarze Sozialistin“.
Madame Annegret (AKK) zeichnet sich durch das Bewusstsein aus, dass Kooperation und Gesprächsbereitschaft auch über Parteigrenzen hinweg wichtiger sind als das Dominanz-Gehabe politischer „Basta“-Typen. AKK ist unglamouröser, dafür aber umso menschlicher.  Ein eitler Führungsstil ist ihr fremd, sie bevorzugt die sachorientierte Arbeit, gepaart mit Humor und sozialer Kompetenz.
Politik ist für die Menschen da, doch Politik ist nicht alles im Leben. Im Zentrum steht für die Mutter dreier Kinder ihre Familie. Auch deshalb hat sie die Aufregung um den Bruch der Jamaika-Koalition 2012 und den bei einer Wahlniederlage drohenden Makel, sie könne die Ministerpräsidentin mit der kürzesten Amtszeit werden, mit Humor genommen: „Egal, dafür aber immerhin die mit dem längsten Namen.“
 
Karnevalistisches Schwergewicht
 
So ist sie, die Madame Annegret aus dem Saarland. Nicht nur auf der politischen Bühne überzeugt AKK durch ihren ganz eigenen Stil. Heiter, humorvoll und hintergründig hält sie seit vielen Jahren schon auch auf der karnevalistischen Bühne den Menschen den Spiegel vor. Dabei macht sie vor sich selbst nicht halt, im Gegenteil: Sie brilliert in ihrer Paraderolle als Putzfrau Gretel, die im Saarländischen Landtag putzt und oft und gerne auch über dortige Chefin (sich selbst) herzieht. So zuletzt bei der Saarländischen Narrenschau. Ihre leichte Verspätung entschuldigte sie da „wegen dem Franzeesischunnerricht in der Staatskanzlei“ an dem jetzt alle Putzfrauen teilnehmen müssten, weil „de NSA uus net vaschdehd, wenn mia schwätze“. Krokodilstränen weinte Gretel dann dem ehemaligen Koalitionspartner Heiko Maas nach: „Wie grähtzlich muß AKK zu dem Maas gewehn sinn, datt der sich freiwillisch in de Arm von da Angie unn da Nahles schmeisst!“
Im Februar 2014 erhielt sie den "Lachenden Amtsschimmel" in Bonn und weil Laudator Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments, noch im Stau steckte, begann Kramp-Karrenbauer ihr rhetorischen Feuerwerk einfach vor der Laudatio: „Man kann sich auf das Europäische Parlament nie verlassen, also nehmen wir das jetzt in die Hand." Warum sie eigentlich diesen Orden bekomme, konnte sie mangels Laudatio nur erahnen: Das könne nur damit zusammenhängen, weil die saarländische Landesregierung sehr freundlich mit ihren Beamten umgehe. „Die dürfen nämlich selbst bestimmen, wo sie eingespart werden.“ Mit Blick auf die finanzielle Situation des Saarlandes müsste der Orden allerdings eher „Greifender Pleitegeier" heißen. Von „AKK" lernten die 400 begeisterten Gäste auch, wie in Berlin das Bundeskabinett zusammengesetzt wird. Die Regel folgt dem Lebendgewicht der Kandidaten verteilt auf die Bundesländer. Da der schwergewichtige Saarländer Peter Altmeier schon für die CDU gesetzt war, musste die SPD den etwas schmächtigen Heiko Maas als Justizminister nach Berlin schicken, um die Obergrenze nicht zu überschreiten.
Ihre Feuertaufe im Rheinischen Karneval hatte AKK da schon längst bestanden, auf der Bühne des Aachener Karnevalsvereins gegr. 1859 e.V. Anlässlich der Ordensverleihung an Ritter Cem im Januar 2013 tischte sie als Köchin des Bundestages jede Menge politische Gerichte auf und bewies, dass sie auch in fremdem Revier Karneval kann.
 
Uneitel, humorvoll und glaubwürdig
 
Annegret Kramp-Karrenbauer ist eine uneitle und glaubwürdige Politikerin, die das sozialpolitische Gewissen der CDU darstellt und humorvoll beweist, dass man auch über sich selber lachen kann. In die üblichen Schubladen passt diese humorvolle und ehrliche Ausnahmepolitikerin nicht, und sie verkörpert damit den modernen Politikertyp, der für die Bürgerinnen und Bürger überzeugend ist.  Diese humorvolle Ehrlichkeit sich selber und anderen gegenüber weckte die Aufmerksamkeit des Aachener Karnevalsvereins gegr. 1859 e.V. (AKV).
Der Orden würdigt als begehrter Kulturpreis Humor und Menschlichkeit im Amt. Seit 1950 wird er in Aachen im närrischen Rahmen verliehen. Prominente Vorgänger im Ritteramt sind unter anderem Heide Simonis, Renate Schmidt, Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel, Franz-Josef Strauß, Karl Kardinal Lehmann, Gloria Fürstin von Thurn und Taxis und Cem Özdemir.
Annegret Kramp-Karrenbauer erhält den 65. Orden WIDER DEN TIERISCHEN ERNST am 31. Januar 2015 durch den AKV mit Präsident Dr. Werner Pfeil an der Spitze. Die Laudatio hält ihr Vorgänger, der Ordensritter 2014 und Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner. Die ARD überträgt die Festsitzung zur Ordensverleihung am 2. Februar 2015 ab 21:15 Uhr.
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