Die närrische Zahl 11 dominierte beim geselligen Plausch des AKV-Sommerfestes. Beim Dankeschönfest würdigte der scheidende AKV-Präsident Horst Wollgarten Ehrenamtler und Sponsoren des AKV.
Es war ein Dankeschönfest für alle, die in der zurückgelegten Zeit dem AKV zur Seite gestanden haben. Der scheidende AKV-Präsident Horst Wollgarten ließ es sich nicht nehmen, alle anwesenden, aktiven Ehrenamtler aus dem Archiv und dem Carnevale-Team, der Sammlung Crous und der Ehrenhüte, die guten Geister der Kaffeevisite und des Rallye-Teams, des Elferrats und Beirats, des Senats und Prinzenkorps sowie insbesondere des ausrichtenden ACT-Teams und die Sponsoren namentlich zu nennen. „Denn ohne Moos nichts los", wusste Wollgarten das Sponsoring zu schätzen. Auch Geschäftsführer Dietmar Werner, der für die Gesamtorganisation des Sommerfestes verantwortlich zeichnete, betonte im Gespräch: „Ein Riesendank geht an unsere Sponsoren, und wir freuen uns, wenn sie uns weiterhin die Treue halten".
Die eigentlichen Macher und Gestalter aber waren die Aktiven des AKV-Creative-Teams um Katja Schmolke. Elf an der Zahl waren sie in den Zelten unermüdlich an den Theken tätig: schenkten ein, schleppten Proviant und Nachschub herbei, spülten Geschirr, betreuten die Kinder an der Hüpfburg und tauschten immer wieder ihre Rollen in fliegendem Wechsel. 25 Bleche und Kuchenplatten mit Leckerli - vom Pflaumenkuchen bis zur Sahnetorte - fanden reißenden Absatz, selbst gebacken vom Creative-Team und bereits auch von den „besseren Hälften" der neuen Elferratsherren. „Obwohl wir jetzt beim dritten Sommerfest auf der Tellschützenwiese schon Routine haben, sind wir mit elf Aktiven fast zu wenig, um alles zu stemmen. Denn wir wollen ja selbst hinter den Theken stehen und mit anpacken. Dadurch wird alles familiärer", gab an der Kuchentheke Katja Schmolke zu bedenken.
Willkommen war daher die Unterstützung des Teams durch eine Thekenmannschaft der Tellschützen. „Wir fühlen uns für das Wohl unserer Gäste verantwortlich", sagte der Tellenkönig und neue Stadtkönig, Bernd Leidner, der mit am Zapfhahn stand. In einem Grillhaus, wo es brutzelte und verführerisch duftete, ging eine Pomm'Pös- Mannschaft hilfsbereit gegen den „Heißhunger" der rund 300 Sommerfestgäste an. Mit Ohrenschmaus wiederum unterhielt die Aix Dixie Connection mit beschwingtem Sound.
Durchaus kein Zufall, sondern bei wahren Karnevalisten eine logische Sache, war, dass die Zahl 11 in den freundschaftlichen Gesprächen dominierte. Und wer wusste schon,
- dass Susanne Peters vom ACT-Team in ihren elf Jahren als Hebamme bereits 2500 Babys geholfen hat, neuer Erdenbürger zu werden. Heute ist sie mit ihrem Erfahrungsschatz Leiterin der Hebammenschule am Luisenhospital;
- dass Herbert Kauhsen, Mundschenk des designierten Prinzen Alwin I. Fiebus seit 2 x 11 Jahren Mundschenk des KV Immer Plaaan ist und bereits vor elf Jahren einmal Mundschenk bei Ex-Prinz Josef II. Henkel war;
- dass Ex-Prinz Rolf Gerrards seine Alex vor elf Jahren auf einer Pfingstkirmes in Geilenkirchen kennen gelernt hat und sie danach zu einer leidenschaftlich engagierten Karnevalistin im ACT-Team bekehrte.
- Die dominierende Zahl 11 aber prangte auch auf den Shirts der Hofstaatler des designierten Prinzen Karneval als Logo „Zwanzig11" und im Thekeneck des Hauptzeltes hoben sie ihren neuen Trinkspruch aus der Taufe: „Zwanzig11!" Mit ihrem temperamentvollen Auftritt schien das Sommerfest zu einer Fiesta Mexicana zu werden. Nur die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen fehlte! „Wann wird's mal richtig wieder Sommer", stimmte daher die sangeswillige Schar an und mit ihrem Schnupperkurs auf die Hits der kommenden Session machte sich eine urige Stimmung von Volkskarneval breit. Ein dreifaches Alaaf war dem designierten Prinzen und seinen Mannen sicher.
- Die designierte Tollität Alwin I. Fiebus aber lüftete ein bisher kaum beachtetes Geheimnis seiner Session: er ist seit Bestehen des AKV nach Heinrich I. Wiertz, Ex-Prinz von 1911, erst der zweite Aachener Prinz Karneval, der im elften Jahr eines Jahrhunderts als Narrenherrscher regieren kann.
Umgeben von der künftigen Tollität und seinem Hofstaat hatte gegen Ende des Sommerfestes der feste Händedruck Symbolkraft zwischen Horst Wollgarten und Dr. Werner Pfeil, der nur 27 Stunden später die Amtsnachfolge als Präsident des AKV antrat.
Jutta Katsaitis-Schmitz