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AKV-Weinernte 2010 kann sich sehen lassen

Die jetzt 111 Rebstöcke trugen fast "zuckersüße" Reben. Närrische 5 x 11 Fläschchen "Öcher Heuschreck Durchbruch" verspricht die diesjährige Weinernte des AKV.

Unter Anleitung des „vereinseigenen Weinberghüters" am Wingertsberg, Helmut Schultz, konnten stolze 36 Kilogramm der edlen Trauben geerntet werden. Für AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil war es eine ganz neue Rolle, als Winzer zu agieren und legte er sich als Weinliebhaber bei der Traubenlese voll ins Zeug. „Am liebsten trinke ich Weißwein. Zum Beispiel einen Riesling aus dem rheinland-pfälzischen Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer. Schließlich habe ich fünf Jahre in Trier gelebt und studiert. So ist es jedes Mal wie eine kleine Heimkehr, wenn wir unsere Freunde vom Trierer Heuschreck besuchen", erzählte er.

Auch Geschäftsführer Dietmar Werner - seit zwei Jahren Winzerlehrling bei AKV-Senior Helmut Schultz - sowie Elferrat Roger Lothmann und Beirat David Lulley standen dem AKV-Chef in ihrem Feuereifer nicht nach. Zwar spöttelte einer in der Runde scherzhaft: „Sauer ohne Ende", so begeisterte sich dennoch Schultz als Kenner zurecht: „So schöne Trauben hatten wir seit Jahren nicht mehr. Kaum eine faule ist dabei". Und mit dem erreichten Öchslegrad ist es in den vergangenen acht Jahren das beste Ergebnis. Lediglich im Jahr 2003 konnten sogar 95 Öchsle erreicht werden.

Waren 1979 wegen des begrenzenden Weinbaugesetzes nur 99 Rebstöcke gepflanzt worden, so konnte nach dessen aktueller Aufhebung in diesem Jahr der Bestand auf 111 Rebstöcke erhöht werden. Auf den traditionellen Trinkspruch des Präsidenten: „Wer Wein trinkt ohne Andacht, der säuft. Wer Wein trinkt mit Andacht und Dankbarkeit, der betet. Drum lasset uns beten", antwortete die Winzerschar: „In Ewigkeit Amen" und die Gläser, mit einem funkelnden 2008er Öcher Heuschreck gefüllt, erklangen beim Prosit.

Die sechs prall gefüllten Sammeleimer wurden inzwischen zu den Freunden der KG Trierer Heuschreck gebracht, um dort im Weingut Karthäuserhof ausgebaut und abgefüllt zu werden.  Beifall gab es dort für die Qualität der Reben, die den beachtlichen Öchslegrad von 85 aufweisen. Das bei der Närrischen Ratssitzung 2011 vom AKV an den Stadtrat zu übergebende Deputat von elf Flaschen als Pachtzins für den Wingertsberg ist jedenfalls in bester Qualität gesichert.

Jutta Katsaitis-Schmitz