Reänweär bovver Oche, doch et Sönneken ließ sich von der fröhlichen Winzerschar am Wingertsberg anstecken und schob sich durch die Wolken. "Es ist eine tolle Ernte, und so werden wir auch einen tollen Tropfen damit erzielen", zeigte sich AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil begeistert. Zusammen mit den fünf wie im Akkord die Trauben lesenden AKVern: Achim Floegel, Wolfgang Hyrenbach, Gustl Brammertz, Dietmar Werner und Willy Kick machte er sich ans Werk und nach einer knappen Stunde konnte der Weinbergshüter und AKV-Kellermeister Helmut Schultz das Ergebnis der Ernte abwiegen: 45 Kilogramm und das von bester Qualität!
„Es ist kein einziges Marienkäferchen an den Trauben, was bedeutet, dass sie frei sind von Rebläusen", wusste Helmut Schultz als langjähriger „Winzer". Durch das feuchte Wetter in diesem Sommer seien die Reben gut gewachsen und die letzten, sonnigen Tage garantierten eine super Ernte. Nach getaner Arbeit folgte der Trinkspruch zu einem Glas „Öcher Heuschreck Durchbruch", Jahrgang 2010: „Wer trinkt ohne Andacht und Ehrfurcht, der säuft. Wer aber mit Andacht und Ehrfurcht trinkt, der betet. Drum lasset uns beten!" Na, dann zum Wohle!
Bereits einen Tag später wurde die „fast zuckersüße" Ernte bei einem Besuch der jahrzehntelang befreundeten KG „Trierer Heuschreck", die einst die 111 Rebstöcke gespendet hatte, nach Trier gebracht. Dort werden die Trauben auf dem „Karthäuser Hof", dem Weingut von Christoph Tyrell, erfahrungsgemäß in einen durchaus edlen Rieslingwein verwandelt.
Jutta Katsaitis-Schmitz