Ein Ballereignis, das zur Tradition werden soll, erlebte seine gelungene Premiere. Unter dem Motto: "Aachen tanzt" hatten der Aachener Karnevalsverein, die Aachener Prinzengarde und das Tanzsportzentrum Aachen erstmals gemeinsam zu einem Herbstball ins Eurogress eingeladen. 450 Gäste erlebten eine faszinierende Ballnacht in einem Mix aus hochkarätigen Tanzsporteinlagen, Gesang, virtuosem Violinenspiel und Aufforderungen zum Tanz durch die Big-Band Nütheim-Schleckheim, unter der Leitung von Arthur Stärk. Damit kamen alle Gäste auf ihre Kosten, sowohl die Tanzfreudigen, als auch diejenigen, die lieber unterhalten werden wollten.
Der Europasaal zeigte sich in gediegener, edler Noblesse. Blickfang waren dabei schwebende Ballonsets als Tischdekorationen, die sich sanft im wechselnden Farbenspiel der Saalillumination wiegten. Darüber hinaus lagen auf den Tischen verstreut kleine Perlen, die als Bühnendekoration in silberfarbenen Luftballons wie Perlenketten ihre Ergänzung fanden. Bei den Herren, vorwiegend in Lackschuhen, dominierte der dunkle Smoking. Die Damen glänzten im „kleinen Schwarzen" bis hin zur Haute Couture. „Lassen sie sich heute Abend verzaubern durch Augen- und Ohrenschmaus", wandten sich AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil, Prinzengardekommandant Markus Bongers und die Präsidentin des TSZ Aachen, Elke Eschweiler, als Gastgeber viel versprechend an die Festgesellschaft, die auch nicht enttäuscht wurde. Interessiert lauschten die Ballgäste der charmanten, informativen Moderation der TSZ-Präsidentin zu den tänzerischen Darbietungen.
Schwankend zwischen verträumtem und leidenschaftlichem, virtuosem Violinenspiel eröffneten die attraktiven Angel Strings aus Berlin die Programmeinlagen und wurden vom Taktklatschen der Zuhörer begleitet. Und, wenn Elke Eschweiler erklärte: „Tanzen ist Träumen mit den Füßen", so folgte mit den amtierenden, zweifachen deutschen Meistern im Zehn-Tanz und Endrundenteilnehmern der Weltmeisterschaft, Renata Busheeva und Valentin Lesin vom TD Rot-Weiß Düsseldorf, ein nicht zu widerlegender Beweis. Als „Goldkehlchen" anmoderiert, präsentierte sich Capella a Capella einmal mehr als Stimmungsmacher und hatte auch den neuesten Song: „Oche Alaaf än wenn et versönk" (Text und Arrangement Paul Drießen) im Repertoire. Sonderbeifall gab es für Markus Krings, der als Solist „Ä jölde Hazz än os Öcher Platt" sang.
Mit dem Auftritt der Lateinformation der Formationsgemeinschaft Aachen - Düsseldorf erfuhr der Ballabend seine Krönung. Die acht Paare stehen auf Platz zwei der Bundesliga und wollen sich in zwei Wochen in Bremen bei der Deutschen Meisterschaft für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Vilnius qualifizieren. Quasi als Generalprobe präsentierten sie unter jubelnder Begeisterung der Anwesenden ihre Neu-Choreographie „Like a rose", die sie mit Cheftrainer Oliver Seefeldt und Ko-Trainer Bernd Waldschmidt in 600 Trainingsstunden einstudiert hatten. Es war wie ein Tanz auf dem Vulkan mit dem die Formation durch tänzerische Perfektion brillierte und in attraktiven, neuen Kostümen faszinierte.
Eine zuvor getanzte Trainingsshow mit „Round about" und „Todesspirale" hatte Einblick in die hohen Anforderungen an die Tänzer gegeben. Inspiriert von der tänzerischen Meisterschaft gab es für einige Herren der Veranstalter kein Halten mehr und reihten sie sich mit einer Tanzpersiflage in die Formation mit ein. So auch Dr. Werner Pfeil, Markus Bongers und sein Vize Dirk Trampen sowie AKV-Geschäftsführer Dietmar Werner, der zusammen mit AKV-Elferrat Dr. André Freese für die Organisation des Balles verantwortlich gezeichnet hatte. Auch diesen Tänzern waren Jubel und Beifall sicher.
„Die Lateinformation war ein absolutes Highlight des Balles. Das ist Weltklasse", begeisterten sich AKV-Elferrat Peter Dumonceau und Gattin Sigrid in einem Smalltalk gegen Mitternacht. Beide anerkannten die „unheimlich viele Mühe", die in die Vorbereitung des Balles gesteckt worden war. „Kompliment den Organisatoren und den drei veranstaltenden Vereinen. Man sieht, wie viele Paare hier heute zur Big Band tanzen. Zu Recht kann man also sagen: Aachen tanzt", lautete nicht nur ihr Fazit.
Jutta Katsaitis-Schmitz