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Carnevale goes Reeperbahn

14. Carnevale went Reeperbahn -
und kehrte schnurstracks zurück ins "Carnevale House" va Oche!

Zwischen „Hamburg ahoi!" und „Oche Alaaf!" feierten 2700 junge Fastelovvendfans die nun 14. Carnevale als Megaparty närrischen Frohsinns. Und wie stets, nicht beschränkt auf Unterhaltung durch ein Bühnenprogramm, sondern als einen gelungenen Mix aus Show und Dancingparty. Mit Top-DJ  Michael Mind im Wechsel mit DJ Shalin war  Stimmung pur garantiert. Texaner, Spanier, Elvis Presley und Michel Jackson flirteten und tanzten mit den attraktiven, verführerischen Engelchen und Dominas, Tigerladys und braven Dirndln. Sie aber verloren ihre Herzen bevorzugt an Matrosen, Kapitäne und Cops, lautete das Motto der Megaparty doch: „Carnevale goes Reeperbahn!"

Als „Hafenkapitän" hatte Niki Küch zusammen mit seinem „Obermaat" Jens Aretz das Sagen. Zum dritten Mal führten beide als Moderatoren gekonnt durch das Programm. Eins lag ihnen dabei besonders am Herzen: „Wir sind wahnsinnig froh wieder in der Albert-Vahle-Halle zu sein", sagte Niki. Das bestätigte unter den Partygästen auch Steffi Weiß aus Aachen: „Es ist die dritte Carnevale, die ich besuche. Zum ersten Mal damals, als sie noch hier in der Albert-Vahle-Halle stattfand und dann noch einmal in den Markthallen. Da war es aber bitterkalt. Nun ist alles wieder okay". Für ihren  Begleiter Tom war es der erste Carnevale-Besuch: „Ich hatte zunächst reinen Karneval befürchtet und bin nun froh, dass hier auch Discoatmosphäre herrscht", erklärte er.

Im Partnerlook als „Leichtmatrosen" genossen Yvonne Napieralski und Petra Hyrenbach den Abend. „Ich bin zum sechsten Mal bei einer Carnevale. Hier trifft man viele Leute, denen man in anderen Discos sonst nicht begegnet. Ich habe auch noch zwei weitangereiste Freundinnen mitgebracht. Die eine ist aus New York in Aachen zu Besuch und die andere kommt aus Düsseldorf", erzählte Yvonne. Petra wiederum hatte von ihr erst überredet werden müssen, mitzukommen, denn am Montag steht für sie eine Mathe-Klausur an. „Es tut mir nicht leid, hier zu sein. Wie gesagt, hier trifft man Leute, die man lange nicht gesehen hat", war Petra begeistert.

Und so erlebten auch diese beiden Schönen per Video zunächst den Abstecher zur Reeperbahn mit ihrem „Dollhaus", wo Kapitän Niki und sein Obermaat ein Revival mit Heinz Rühmann und Hans Albers wahr werden ließen, und wo die Chili B's mit Sexappeal das feurige Temperament der Öcher Mäddchere dokumentierten. Das weckte die Lust auf Aachen und ihre nicht weniger leidenschaftlichen Jungs, wie die 4 Amigos. 30 Minuten lang brachte diese Boygroup die Halle zum Kochen und wurde enthusiastisch gefeiert. Bereits im Vorprogramm aber war die Kleebachschule wieder mit von der Partie und TN Boom brachte um Mitternacht die kostümierten Jecke zum Rasen.

Beim Carnevale-Casting im Autohaus Kohl hatten sich im November drei Gruppen für das Programm behaupten können: die Lateintänzer des TSC Gold, die hier nun das volle Programm von Prinz Dirk IV. mit seinem Hofstaat und der Prinzengarde als Augenschmaus verfeinerten und zu Musicalmelodien „König der Löwen" tanzten. De Honds Jonge aus Belgien heizten die Stimmung mit Karnevalsliedern weiter an und mit rasantem Hip-Hop bewiesen die Dancing Wizards Siegerchancen bei ihrer anstehenden Teilnahme an den World-Championships in Las Vegas.

„Es war ein cooles Programm und bei den jungen Leuten herrscht eine Superstimmung", bestätigten begeistert Ingo (47) und Heri (44) und ließen sich von dieser Atmosphäre mitreißen. AKV-Präsident Horst Wollgarten war stolz auf das 18-köpfige Carnevale-Team. „Niki Küch und Jens Arentz waren als Moderatoren erstklassig und das gesamte Team etabliert voller Leidenschaft die Carnevale zu einer Non-plus-ultra-Veranstaltung für junge Leute", lobte er.

Bei der traditionellen Kostümprämierung siegte auf Platz 1: eine „Fantasy-Turtle", Platz 2: eine „Black Queen" und auf Platz 3: eine „Rotlichtdame". Als Gruppenkostüm wurde die „Nationalmannschaft im Damenfußball" prämiert.

„Jevt Jas, wenn ühr fiere wellt", sangen alle lange nach Mitternacht und die Discoparty ging weiter bis zum Morgengrauen. Powered by Arei  gab es erstmals auch eine VIP-Lounge. „Original Hamburger" zählten auch hier zum lukullischen Angebot des Caterings.

Jutta Katsaitis-Schmitz