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Torsten Peters
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06.09.2007 - AACHEN. Neue Wege beim Aachener Karnevalsverein gegr. 1859 e.V. (AKV): Mit I. D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis ist nach Constantin Freiherr Heereman von Zuydwyck eine weitere und zugleich charismatische Persönlichkeit designierte Ritterin des Ordens "Wider den tierischen Ernst", der am 19. Januar 2008 im Eurogress zu Aachen verliehen wird.
Damit erfährt der bei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens begehrte Orden einen weiteren Höhepunkt und neuen Glanz in seiner mehr als 50jährigen Geschichte. Mit dem Orden geehrt werden seit 1950 Menschen, die sich durch Individualität, Beliebtheit, soziales Engagement und Mutterwitz in ihrem Tun auszeichnen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit beweisen. „Attribute, die auf Fürstin Gloria in herausragender Weise passen", begründet Horst Wollgarten, Präsident des AKV, die Wahl.
I. D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis setzt als neue Ritterin des Ordens „Wider den tierischen Ernst" gewiss einen Glanzpunkt in der jüngeren Geschichte des Ordens und reiht sich damit ein in den Reigen ebenso illustrer wie verdienter Persönlichkeiten, die mit dem Orden im Laufe der Jahre ausgezeichnet worden sind: Konrad Adenauer und Hans-Dietrich Genscher beispielsweise, Franz-Josef Strauß, Heide Simonis, Ephraim Kishon, Karl Kardinal Lehmann oder Wendelin Wiedeking etwa. Was Fürstin Gloria zudem ehrt, so Horst Wollgarten weiter, ist ihr starkes soziales und karitatives Engagement. Neben ihrem Humor beweise sie Durchsetzungsfähigkeit sowie Schlagfertigkeit bei öffentlichen Auftritten - wovon sich bis zu zehn Millionen Zuschauer am 20. Januar 2008 vor den Bildschirmen überzeugen können, wenn die Festsitzung anlässlich der Ordensverleihung zeitversetzt ausgestrahlt wird.
I. D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis entstammt einer alten Adelsfamilie, sie stellt sich den zeitgemäßen Herausforderungen ihres Standes in Sachen Zukunft - und zwar couragiert, bodenständig und volksnah. Horst Wollgarten: „Wir sind von der Persönlichkeit der Fürstin sehr beeindruckt, vor allem davon, wie sie es geschafft hat, die Thurn- und Taxis-Unternehmensgruppe, die aus zahlreichen Firmen und großen Ländereien besteht, umzu-strukturieren." So präsentiert sich heute Schloss Emmeram, der Sitz derer von Thurn und Taxis, als Museum mit angeschlossenem Dienstleistungszentrum: Ein Teil beherbergt die öffentlich zugängliche fürstliche Sammlung, ein anderer - Reitstall und Refektorium - lässt sich als Tagungsort mieten. In einem weiteren Bereich des mit 37.000 Quadratmetern größten Schlosskomplexes Deutschlands wohnen Senioren, andere Teile wiederum sind als Büroräu-me erschlossen, in denen Anwälte, Steuerberater, eine Bank und ein wissenschaftliches Bankeninstitut residieren.
Beeindruckend ist nicht zuletzt auch die Wandlung, die I. D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis im Laufe ihres Lebens vollzogen hat. „Mit dreißig wurde ich erwachsen", sagt sie über sich selbst. Geboren 1960, lernte sie fast noch als Teenager Johannes von Thurn und Taxis kennen; die Hochzeit war 1980. Nach dem Tod des Fürsten 1990 wurde Prinz Albert, ihr Sohn, Alleinerbe. Fürstin Gloria verabschiedete sich von ihren einstigen Markenzeichen - der ausgefallenen Kleidung, den markigen Sprüchen und, zu-nächst, dem herzhaften Lachen. Sie zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, um sich ganz der Aufgabe als Verwalterin des Erbes bis zu Alberts Volljährigkeit widmen zu können.
Heute lebt sie in Regensburg und in Rom, das Lachen blieb ihr erhalten, doch aus der einstigen „Punk-Prinzessin" ist eine papst-treue Christin geworden, die ihre drei Kinder - neben Prinz Albert die Prinzessinnen Elisabeth und Maria Theresia - mit christlichen Werten erzieht und sich auch öffentlich zum Katholizismus bekennt. Obendrein zahlreiche soziale Einrichtungen unterstützt und dazu als Schirmherrin der bayerischen Hospizstiftung und der Stiftung „Ja zum Leben" sehr engagierte Arbeit leistet. Zudem gehört die fürstliche Notstandsküche, die jeden Tag notleidenden Menschen 300 warme Mahlzeiten serviert, zum Kern-Engagement des Fürstlichen Hauses.
„Ihre Lebensleistung, ihr Humor, mit dem sie sich den Herausforderungen ihres Standes stellt - Attribute und zugleich Gründe, die den Ritterschlag verdienen", so Horst Wollgarten über eine unge-wöhnliche Frau. „Wir freuen uns, mit I. D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis eine schlagfertige und unkonventionelle Ritterin auszuzeichnen; wir sind überzeugt, dass sie hervorragend in die Riege der Ordensritter passt."
Eine neue Rolle für I. D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, eine Rolle aber, die sie mit „Glanz und Gloria" bestehen wird.