Elferratsbeirat

Josef Schumacher

"Os Oche is ming Leäve und mich trieb’s noch nie über den Nirmer Tunnel hinaus".

So lautet das ehrliche Bekenntnis des neuen Elferratsbeirats Josef Peter Schumacher (Jahrgang 1963). Beruflich ist er Spediteur und dabei nicht nur Chef im eigenen Familienunternehmen, sondern hier ebenfalls auch „Mädchen für alles". Doch er nimmt's gelassen und mit Humor. „Ein Tag, an dem man nicht lacht, ist ein völlig vergeudeter Tag", lautet seine Devise. Als gestandener Geschäftsmann fügt er zugleich hinzu: „Ich bin garantiert nicht auf der Welt, um so zu sein, wie es anderen in den Kram passt".
Ehrlichkeit zu einander ist für ihn ein absolutes Muss. „Außerdem liebe ich es, wenn ein Mensch begeisterungsfähig und kreativ ist", beschreibt er seine Erwartungen an die Umwelt. Denn dann könne man wunderbar Spaß haben, erfolgreich und kreativ arbeiten und damit Neues schaffen. Diese Lebenseinstellung passt so recht zu einem engagierten Karnevalisten. Natürlich war er schon in Kindertagen beim Aachener Straßenkarneval mit von der Partie. Als Mittdreißiger dann lernte er als Hofstaatler zweier Karnevalsprinzen den organisierten Öcher Fastelovvend kennen. So begleitete er in der Session 1997/98 Ex-Prinz Hubert III. Pauquet als Generalfeldpostmeister und 1998/99 Ex-Prinz Josef II. Henkel als Schmied. Vor elf Jahren (2000) gründete er dann mit einigen Freunden den Senat der Prinzengarde der Stadt Aachen, dem er nach wie vor als aktives Mitglied treu ist.
„Seit 1997 bin ich zahlendes Mitglied des AKV und bei allen Veranstaltungen ein immer gerne und lange feiernder Gast", lässt Josef Schumacher durchblicken. Im Sommer 2011 wurde er dann zum Elferratsbeirat des AKV berufen. „Seit über 150 Jahren ist der AKV ein treibender Verein im Aachener Karneval und hat immer eine führende Rolle in dessen Entwicklung übernommen", lautet sein Statement. Seit jeher stelle der AKV den Prinzen Karneval und steuert nicht zuletzt damit den Zusammenhalt der Aachener Vereine. Das sollte weiterhin so verfolgt werden. Zugleich hat er zwei markante Sätze parat: Der AKV müsse wandelbar sein, ohne dabei wankelmütig dazustehen, so die eine Aussage, die andere aber lautet: „Wir betreiben Lackschuhkarneval, haben aber genauso den einfachen Turnschuh in unserem Schrank, den wir gerne zu gegebenen Anlässen tragen!"
Und Turnschuhe hat auch Josef Schumacher selbst im Schrank, denn neben dem Karneval (Personen bleiben dabei außen vor) gelte seine „zweite große Liebe" der Fliegerei. So stehe auf Merzbrück seine „Superslugg" mit der er regelmäßig lautstarke „Tiefflüge" über Aachen unternehme. „Bei deutschlandweiten Flugtagen zeige ich mit meiner Harvard T6 Oldtimerkunstflug und nehme auch gerne einmal interessierte Passagiere mit", verrät er Respekt einflößend.