Ritter Mario Adorf
Hörproben:
  • JavaScript muss auf Ihrem System aktiviert sein. Es muss mindestens der Adobe Flash-Player Version 7.0 oder höher installiert sein.
    Radio Aachen - Interview mit Mario Adorf

Wider den tierischen Ernst

Ritter Mario Adorf

Mario Adorf ist der Ritter des Ordens WIDER DEN TIERISCHEN ERNST. Der Grandseigneur des deutschen Films Mario Adorf mit feinsinnigem Humor und ganz viel "Menschsein".

Die neuen und dynamischen Wege, die der Aachener Karnevalsverein gegr. 1859 e.V. (AKV) erfolgreich aufzeigt, sorgen immer wieder für mehr als angenehme Überraschungen. So wurde auch diesmal eine hochkarätige und charismatische Persönlichkeit  für die weit über die Grenzen Aachens hinaus berühmte Aachener Karnevalsfestsitzung  gewonnen. Nach I. D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis in 2008, wird nun der international renommierte und Deutschlands beliebtester Schauspieler und Autor Mario Adorf Ritter des Ordens „WIDER DEN TIERISCHEN ERNST".  Der Preis wird am 7. Februar 2009 im internationalen Eurogress zu Aachen verliehen.

Damit erfährt der bei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens überaus begehrte Orden erneut einen glanzvollen  Höhepunkt in seiner fast 60jährigen Geschichte. Mit dem Orden geehrt werden seit 1950 Menschen, die sich durch Individualität, Beliebtheit, soziales Engagement und Mut-terwitz in ihrem Tun auszeichnen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit beweisen. „Genau aus diesem Holze ist Mario Adorf geschnitzt", begründet Horst Wollgarten, Präsident des AKV, die Wahl.

Der Künstler, der seit 1954 auf der Bühne oder vor der Kamera steht, avancierte vom gefürchteten Film-Bösewicht zum feinsinnigen Grandseigneur. Außerdem versprüht er seinen italienisch-französischen Charme als glänzender Entertainer, Buchautor und auch als  Sänger. Denn Adorf ist nicht nur ein großer Darsteller im Film, im Fernsehen und auf der Bühne, sondern auch ein glänzender Entertainer und Autor.

Was haben wir diesem großartigen Mann tatsächlich nicht alles zu verdanken. Unzählige aufregende, spannende, aber auch zu Herzen gehende Momente, für die er in über 130 verschiedene Rollen schlüpfte. Kein anderer kann so liebevoll charmant aber auch spöttisch, witzig lächeln und so herrlich „böse" gucken - egal ob als gewöhnlicher Bandit oder als gebildeter Geschäftsmann. Das Gute hinter dem Bösen hat Adorf immer fasziniert genau wie die Suche nach dem „Warum".

Auf der Internet-Homepage des Künstlers steht geschrieben: „Es ist das von Veränderung, vom Wechsel von Schauplätzen und Personen geprägte Leben, das ihn jung hält!"
So wird auch die ehrenvolle AKV-Auszeichnung sein jugendliches  Lächeln weiter aktivieren. Dieses ist seit Jahrzehnten sein Markenzeichen, auch wenn seine üppige Mähne in der Zwischenzeit längst herrlich weiss geworden ist. Den grau gewordenen Stoppelbart stutzt der Gentlemen vom Scheitel bis zur Sohle heute noch täglich auf den Millimeter. Seine französische Frau Monique, Adorfs große Liebe seit 30 Jahren, und er haben jahrelang in Rom gelebt. Heute mehr in Paris, München und natürlich in seinem Feriendomizil St. Tropez.

Große Erfolge feierte Mario Adorf schon früh im Film und im Theater. Seine frühen Erfolge waren „08/15" von 1954, 1957 natürlich „Nachts, wenn der Teufel kam" und „Das Mädchen Rosemarie" von 1958 bis hin zu den Winnetou-Filmen. Und seine größten Erfolge in jüngerer Zeit feierte Mario Adorf mit „Die Blechtrommel", „Der große Bellheim", „Der Schattenmann", "Die rote Zora" und "Die Affäre Semmeling".

Die Liste der Regisseure, mit denen er Filme gemacht hat, liest sich wie ein Auszug aus der Hitliste der Filmwelt: Sam Peckinpah, Wolfgang Staudte, Edgar Reitz, Billy Wilder, Volker Schlöndorff, Helmut Dietl, Dieter Wedel, Rainer Werner Fassbinder, Claude Chabrol und Sergio Corbucci, einer der Väter des Italo-Western.

Für seine Arbeit erhielt Mario Adorf zahlreiche Auszeichnungen, die alle aufzuzählen den Rahmen sprengen wür-den. Der erste Preis war immerhin der Bundesfilmpreis als bester Nachwuchsdarsteller für „Nachts, wenn der Teufel kam". Übrigens erhielt Adorf 1982 nochmals den Bundesfilmpreis für „Lola". Ausgezeichnet wurde er mehrfach mit dem Bambi und der Goldenen Kamera. Er erhielt das große Bundesverdienstkreuz, den Adolf-Grimme-Preis und den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. In diesem Zu-sammenhang darf ein wichtiger Orden nicht unerwähnt bleiben, nämlich die Verleihung des Karl-Valentin-Ordens. Als berühmter Sohn seiner Stadt wurde Mario Adorf von seiner Heimatstadt Mayen in der Eifel 2001 zum Ehrenbürger  ernannt.

Mario Adorf (Sternzeichen Jungfrau) ist ein Charmeur mit Charakter und vor allem ein Genießer. Gute und auch teil-weise philosophische Gespräche, ein edles Tröpfchen und vor allem die Kunst haben es ihm angetan. Wie sensibel und verwundbar auch ein scheinbar ganzer Kerl ist, verrät sein Buch „Mit einer Nadel bloß" (Erinnerungen  an seine 1998 verstorbene Mutter).  Es ist ein wunderbares Dankeschön an seine Mutter, einer Schneiderin, die ihn alleine groß gezogen und sich gegen alle Widrigkeiten des Schicksals durchgesetzt hat.

„Kinder", so sagt Adorf, „haben natürliche Begabungen, die man als Erwachsener nicht mehr hat. Nehmen Sie das Schreien. Kinder können das, ohne dass ihre Stimmbänder ermüden. Das Entscheidende ist aber ihre Naivität. Davon müssen Sie sich auch als Erwachsener etwas bewahren".

AKV-Präsident Horst Wollgarten: „Es ist für den AKV eine Ehre und Freude zugleich mit Mario Adorf eine Persönlich-keit der Kultur auszuzeichnen, welche mit feinsinnigem Humor und schlagfertigem Witz ausgestattet ist, wobei er ganz viel „menschelt"".
„Mensch sein", freigiebig und hilfsbereit für andere da zu sein in so vielen täglichen Lebenssituationen, dass ist und war wohl immer die Lebensmaxime von Mario Adorf.

Mario Adorf als Künstler, mit einer sehr praxisnahen Lebensphilosophie, wird die Riege der Ordensritter hervorragend bereichern, dessen bin ich mir sicher. Wieder eine völlig neue Rolle für Mario Adorf, die er aber auch diesmal mit Bravour meistern wird. Denn er ist offen, liebenswert und  humorvoll.

Die Ordensritterin des Jahres 2008 I.D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis freut sich schon sehr auf die Begegnung mit Mario Adorf. Sie wird vermutlich eine launige und dennoch wertschätzende Laudatio auf Mario Adorf halten. Eine wahrlich fürstliche Ehre für einen Grandseigneurs. Mario Adorf, der neue Ritter des Ordens „WIDER DEN TIERISCHEN ERNST".