Weihnachtsgabe für Senioren aus der Königstein-Stiftung

20 Seniorinnen und Senioren trafen sich erwartungsfroh im Seniorenzentrum des Franziskus-Klosters am Lindenplatz zu einem weihnachtlichen Beisammensein. Eine anheimelnde Atmosphäre herrschte im Schervier-Saal mit dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum, den mit roten Kerzen und Tannengrün dekorierten Tischen, vor allem aber den weihnachtlichen Klängen, die Schwester Gudrun ihrer Blockflöte entlockte.

Heimleiter Harald van Donzel begrüßte im Namen der anwesenden Senioren das Ehepaar Helmut und Elfriede Schultz, die seit 26 Jahren im Auftrag des Aachener Karnevalsvereins alljährlich zur Weihnachtszeit einige der Bewohner des Seniorenzentrums finanziell mit Geldern aus der Jacques-Königstein-Stiftung erfreuen. Gegründet wurde die Stiftung für sozial-karitative Zwecke am 1. Januar 1954 während einer Elferratssitzung. Anlass war das 25-jährige Präsidentenjubiläum von Jacques Königstein, der selbst als Grundstock 3.000 DM aus seinem Privatvermögen zur Verfügung stellte. Geführt wird die Stiftung als ein vom AKV unabhängiger Verein, dem ausschließlich Elferräte des AKV angehören. Aus den Zinserträgen des Stiftungsvermögens und jährlich hinzu kommenden Spenden konnten allein in den letzten zehn Jahren jährlich zwischen 7.500 bis 9.500 Euro an Einzelpersonen, Ehepaare, Familien und Institutionen verteilt werden.

Helmut Schultz, ehemaliger Elferratsherr und ehrenamtlicher AKV-Archivar, bewies seine karnevalistischen Talente, tauschte bei seinem Grußwort abwechselnd die AKV-Mütze mit einer Nikolausmütze und hatte schnell die Lacher auf seiner Seite, während Elferrat David Lulley die weihnachtlichen „Kuverts“ an die Seniorinnen und Senioren austeilte. Im Anschluss rezitierte Elfriede Schultz, im Seniorenzentrum als Sitzungspräsidentin der Karnevalsnachmittage beliebt, ein Rümselche in Öcher Platt. Krönender Höhepunkt aber war der gemeinsame Gesang des Liedes: „Oh sag’ mir das noch einmal“, das Jacques Königstein 1938 für Aachens erstes weibliches, für die Prinzengarde tanzendes Tanzmariechen Karin Kurth, später verehelichte Symonds, getextet hatte. Überraschend temperamentvoll schunkelten und sangen die Senioren mit und erinnerten sich, von der Tanzmarie Karin gehört zu haben.

(tis)

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