NRW MInisterpräsident Armin Laschet ist Ritter 2020

Offen, humorvoll und mit klarer Haltung: Armin Laschet ist Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst

Aachen, 8. Februar 2020. Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen hat am Samstagabend den Orden wider den tierischen Ernst erhalten. Genau 70 Jahre nach der ersten Verleihung an James A. Dugdale nahm Armin Laschet unter dem Beifall von 1250 Festgästen im Aachener Eurogress die Auszeichnung entgegen und bedankte sich bei AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil und seinem Elferrat mit einer fulminanten Ritterrede. Eine Fernsehaufzeichnung der Sitzung ist am Montagabend, 10. Februar, ab 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.

Warum er froh sei, im Aachener Narrenkäfig zu stehen, machte er schnell klar: „Hier hat man einen festen Standpunkt, aber ist offen zu allen Seiten, kann den anderen sehen und ihm zuhören.“ Das sei es, was wir wieder vielmehr brauchen, so Armin Laschet: Einander zuhören, anstatt in eigenen Filterblasen im Internet andere anonym beschimpfen. „Offen für ein Argument und anerkennen, dass es auch andere Meinungen geben darf, oder der andere sogar auch recht haben könnte“, das wünschte sich unter Applaus der neue Ritter, der sogar einige Gesangseinlagen wagte.

„Armin Laschet setzt nicht auf Polarisierung, sondern auf Integration und Verständigung, um die Gräben der gesellschaftlichen Spaltung zuzuschütten und ein deutliches Zeichen gegen politischen Populismus zu setzen“, hatte zuvor AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil die Entscheidung des Elferrats für den Ordensritter begründet. Er beeindrucke durch feinsinnigen Humor und die Fähigkeit zur Selbstironie: „Armin Laschet macht Politik ganz so, wie er ist: nicht populistisch, sondern pragmatisch, nicht ideologisch, sondern ehrlich interessiert. Er grenzt nicht aus, sondern umarmt und integriert, eben typisch rheinländisch“, so Pfeil.

Das sah auch Laudatorin Julia Klöckner so. Die Vorjahresritterin, die sich in Ihrer Rede gekonnt an das gereimte Wort wagte, sparte nicht mit Lob: „Einen Prachtkerl hab´ ich in meinem Visier. Das ist der Grund, drum steh ́ ich hier.“ Mit Armin Laschet treffe es genau den Richtigen, es gebe keinen Besseren im Land: „Seine Frohnatur die Menschen verbindet, was man sympathisch und angenehm findet. Er agiert immer friedlich, holt Freunde nach Haus, umarmt selbst den Streithammel, grenzt ihn nicht aus.“ Gegen Ausgrenzung und für das Bauen von Brücken hatte sich zuvor schon Dr. Auma Obama ausgesprochen, die erstmals überhaupt auf einer Karnevalsbühne stand.

Rund drei Stunden lang hatten Werner Pfeil und Elferrat David Lulley durch ein vielseitiges Programm aus Öcher Flair, viel Musik, Witz und politischer Scharfzüngigkeit geführt. Nicht nur US-Präsident Donald Trump, der Brexit oder die Große Koalition lieferten dazu ausreichend Munition. Natürlich war auch der thüringische Rekordkurzzeit-Ministerpräsident Thema. Hier gab es klare Kante auf der Bühne. Fazit: Nicht jeder Aachener muss ja gleich Ministerpräsident werden, und mit den Stimmen von Faschisten erst recht nicht.

Eingerahmt vom hervorragend aufgelegten Comedian Guido Cantz, vom messerscharfen Wilfried Schmickler als Kaiser Karl und dem bauernschlauen Hastenrath´s Will als Landwirt aus dem Aachener Umland gab es wieder ganz viel Öcher Flair: 1250 Gäste im Saal schunkelten mit Torben Klein aus der Nachbarstadt Würselen, rockten mit den 4 Amigos und feierten die Lambertz-Ehrenpreisträger Jil Gerards & Timo Zeevaert (Tanzpaar der KG Brander Stiere). Viel Applaus gab es für das Ensemble des Öcher Heimatmusicals Lennet Kann wie auch für die Kleinsten auf der Bühne: Die Kinderabteilung der KG Bröselspetze räumte den Zentis-Kinderpreist ab. Toll auch die Auftritte vom Ex-Prinzenkorps des AKV, von Prinz Martin I. und Märchenprinz Leo I. mit ihren Prinzengarden, vom AKV-Ballett und der Dance Company T´N´Boom. Ein umjubeltes Comeback feierte außerdem Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann nach mehreren Jahren Pause auf der AKV-Bühne.

Das letzte Wort hatte traditionell natürlich der Ritter: „Unser Karneval steht für Offenheit, Toleranz und gutes Miteinander“, machte Armin Laschet klar, um schließlich wie die Laudatorin zu reimen: „Wichtig ist in unseren Zeiten, fair und menschlich stets zu streiten. Schluss mit Aggression und Hetzen, andere Menschen wieder schätzen. Über sich selbst lachen, und anderen Freude machen.“ Alaaf!

 

Foto(s): AKV

Begründung des AKV-Elferrates:

Ein waschechter Öcher mit Liebe zum Karneval:

Ritter Armin überzeugt mit Fröhlichkeit und Menschenfreundlichkeit

Er ist ein weltoffener Europäer und heimatliebender Rheinländer. Ausgestattet mit feinsinnigem Humor und der Fähigkeit zur Selbstironie macht er Politik ganz so, wie er ist: nicht populistisch, sondern pragmatisch, nicht ideologisch, sondern ehrlich interessiert. Er grenzt nicht aus, sondern umarmt und integriert, eben typisch rheinländisch: Armin Laschet wird Ordensritter WIDER DEN TIERISCHEN ERNST 2020. Dem Elferrat des Aachener Karnevalsvereins imponieren seine verbindliche, lösungsorientierte, kompromissfähige Art und sein Vertrauen in die Menschen, egal wie unterschiedlich sie auch sind – denn jeder Jeck ist anders und darf es auch sein. Armin Laschet ist mit rheinischem Humor ausgestattet und stellt sich mit kompromissloser Ehrlichkeit jeglicher Ausgrenzung gegenüber. Deshalb erhält er als erster waschechter Öcher in der 70-jährigen Geschichte des Ordens die Ritterwürde des AKV.

Geboren in einer Herzkammer des Karnevals, im Aachener Stadtteil Burtscheid, trägt er den Fastelovvend im Blut. „Karneval verbindet Menschen, und Verbindendes ist Laschet auch im politischen Leben wichtig.“ So hat es die Rheinische Post über den designierten Ritter geschrieben und dem ist nichts hinzuzufügen. „70 Jahre Orden WIDER DEN TIERISCHEN ERNST sind genau der richtige Anlass, erstmals einen Ritter aus Aachen auszuzeichnen, und niemand verkörpert die Kriterien für die Ritterwürde – Humor und Menschlichkeit im Amt – besser als unser Landesvater“, sagt AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil.

Der designierte Ritter ist längst nicht nur ein echter Öcher mit Liebe zum Karneval, zum Reitturnier und zum Aachener Dom. Dem NRW-Ministerpräsidenten wird auch tiefgründiger Humor bescheinigt – vom politischen Gegner genauso wie von den Medien. Herrliche Selbstironie attestierte die Westfälische Rundschau dem „freundlichen Aachener mit rheinischem Zungenschlag und ansteckendem Lachen“, dessen Interesse echt sei. Wer sich mit Laschet unterhalte, sei angenehm überrascht, dass er sich die in der Spitzenpolitik seltene Gabe des Zuhörens bewahrt habe. Die Zeit attestierte ihm einmal die fröhliche Gelassenheit des Unverwüstlichen, der über schmerzende Niederlagen hinwegfühlen kann.

Politische Zuspitzung ist nicht sein Ding. Armin Laschet ist kein Scharfmacher, er will mit Inhalten überzeugen, indem er beharrlich bleibt und auf jeden Menschen zugeht. Der Jurist und frühere Journalist bleibt sich treu: Er setzt nicht auf Polarisierung, sondern auf Integration und Verständigung, um die Gräben der gesellschaftlichen Spaltung zuzuschütten und ein deutliches Zeichen gegen politischen Populismus zu setzen. Kraft gibt ihm dabei die Familie, die für den gläubigen Katholiken im Mittelpunkt steht. Mit seiner Frau Susanne, die er in einem Jugendchor kennenlernte, ist er seit über 30 Jahren glücklich verheiratet, die beiden verbindet ein enges Band.

Auch das ehrenamtliche Engagement des Vaters von drei erwachsenen Kindern beeindruckt den Elferrat des AKV: In zahlreichen Stiftungen mit Haut und Haar aktiv, liegen ihm vor allem der Schutz der Kinder, Kunst und Kultur sowie die Europäische Integration am Herzen. Heimat, das ist für ihn nicht nur die Europastadt im Dreiländereck, das ist das vereinte Europa als Ganzes, das den Menschen seit 70 Jahren Frieden und Freiheit garantiert. Ob als EuropaAbgeordneter in Brüssel und Straßburg oder als Integrationsminister unter Jürgen Rüttgers: Armin Laschet war es immer ein Anliegen, Brücken zu bauen. Das Gemeinsame hervorheben, nicht das Trennende – daran arbeitet er auch heute: in seiner CDU, deren streitende Flügel er in Nordrhein-Westfalen zusammengeführt hat, genauso wie in seinem BindestrichBundesland, in dem er die Unterschiede zwischen Rheinländern und Westfalen überwindet.

Dass Armin Laschet Karneval kann und einen guten Umgang mit dem politischen Gegner pflegt – auf der AKV-Bühne im Aachener Eurogress hat er es schon dreimal bewiesen (2005, 2006 und 2018): Im schwarz-grünen Duett mit seinem kongenialen Partner Cem Özdemir, ebenfalls AKV-Ordensritter, überzeugte er mal als „Schweizer Gardist“, mal als „Pirate oft the Caribean“. Der überzeugte rheinische Katholik liebt das Brauchtum Karneval und gelobte bereits, die Fröhlichkeit stets zu verteidigen. Nach der Verleihung des Lachenden Amtsschimmels in Bonn, der Spitzen Feder in Mülheim an der Ruhr, der Ehrensenatorwürde der Ehrengarde der Stadt Köln und des Krefelder Närrischen Steckenpferds kommt er nun auch in seiner Heimatstadt zu höchsten Ehren – und das völlig zu Recht.

Der Elferrat des AKV sieht in Armin Laschet einen Politiker, der mit kluger Zurückhaltung und Sympathie die Herzen der Menschen gewinnt. Einen, der mit Beharrlichkeit für seine Anliegen wirbt, der mit einem humanistischen Menschenbild und rheinischer Frohnatur Humor und Menschlichkeit im Amt beweist. 70 Jahre nach der ersten Verleihung an James Arthur Dugdale zeichnet der AKV deshalb am 8. Februar 2020 mit großer Freude Armin Laschet als 71. Ritter des Ordens WIDER DEN TIERISCHEN ERNST aus.

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